STAATLICHE REALSCHULE RAIN

LEBEN UND LERNEN

Informationsveranstaltung des Elternbeirats der Realschule Rain

Knapp 200 Eltern, Schüler und Lehrer sowie die gesamte Schulleitung der Realschule Rain waren der Einladung des Elternbeirats gefolgt. Sozialpädagogin und Ernährungsberaterin Pia Helmschrott referierte über  „Happy Meal – gesund und cool essen“.

Auf dem Bild freuen sich über einen sehr gelungenen Abend (v.l.n.r.) Realschuldirektor Gerhard Härpfer, die Referentin Pia Helmschrott und Elternbeiratsvorsitzender Josef Stempfle.

Foto: Thorsten Fraterman

Der Einstieg in das komplexe Thema erfolgte über die fünf Kneipp-Elemente Lebensordnung, Wasser,  Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen. Zur Ernährungssituation heute merkte die Referentin an, dass rund 15% aller Drei- bis 17-Jährigen übergewichtig seien, ein Drittel der Sechs- bis 14-Jährigen gehe ohne Frühstück zur Schule. Dabei habe eine Studie ergeben, dass Kinder, die täglich frühstücken, um 40% bessere Leistungen in Mathematik erbringen. Zu viel Fastfood führe zu einem Mangel an Folsäure, Jod, Kalzium und Eisen. Es würden zu viele zuckerreiche Getränke konsumiert, und aus Zeit- und Kostengründen werden ungesunde Fertiggerichte verzehrt. Es gebe aber einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Leistung, so Helmschrott. Das sogenannte „Brainfood“ sorge für einen konstanten Blutzuckerspiegel und bestehe überwiegend aus Vollkornprodukten, Obst und Gemüse. Damit wird der Körper ausreichend mit den Vitaminen B6 und B12 sowie mit Omega-3-Fettsäuren versorgt.  Zahlreiche Lebensmittel wie Oliven, Sesam, Nüsse, Petersilie, Erbsen, Butter usw. seien als Brainfood geeignet, schwere Mahlzeiten schwächen dagegen die Gedächtnisleistung, „ein voller Magen studiert nicht gern“. Während der Prüfung dienen Wasser, Trockenfrüchte, Nüsse und Müsliriegel als Energiespender für das Gehirn.


Wenn das natürliche Verhältnis zur Nahrung fehlt, treten Essstörungen auf. 29% der Mädchen und 15% der Jungen von 11 bis 17 Jahren zeigen ein auffälliges Essverhalten. Mögliche Ursachen seien u.a. Schönheitsideale, Diäten, Werbung, zu wenig Bewegung und Langeweile. Wie soll denn nun eine entsprechende gesunde Ernährung aussehen?  „Trinke, sooft es dich dürstet, und trinke nie viel“, hatte Sebastian Kneipp gefordert. Stark zuckerhaltige Getränke sowie Süßstoff verstärken das Verlangen nach Süßem, bleiben also Wasser, Tee und Fruchtschorle. Dreimal täglich solle Gemüse verzehrt werden, zweimal Obst. Vollwertige Getreideerzeugnisse, die reich an Vitamin B1, B6, Eiweiß,   Magnesium, Eisen und ungesättigten Fettsäuren seien, verlangsamen den Anstieg und verhindern einen frühen Abfall der Blutzuckerkurve. Empfehlenswert seien Milchprodukte, jedoch nicht Milchschnitten, diese enthalten vor allem Zucker. Zum Süßen sei Honig seit alter Zeit ein Heilmittel. Zusammenfassend kann als Faustregel gelten: Saisonal, regional und biologisch einkaufen, frische Lebensmittel schonend zubereiten. Das genussvolle Essen in der Gemeinschaft vermittle Lebensfreude und Wohlbefinden.


Der Vorsitzende des Elternbeirats, Josef Stempfle, dankte der Referentin und lud die Anwesenden zu einem Imbiss ins Foyer der Turnhalle. Christine Schreiber, Fachoberlehrerin für Haushalt und Ernährung, Irmi Müller, Biobäuerin aus Tapfheim, Johannes Geier, Bäcker aus Bergendorf und Mitglied des Elternbeirats  sowie ein Dutzend  freiwillige Schüler hatten ein Buffet aus warmen und kalten Speisen vorbereitet, die reißenden Absatz fanden. Neben Pizza, Rahmfleck, belegten und überbackenen Broten gab es Salate, Eier in Soße, Rohkost, Hamburger, Smoothies, naturtrüben Apfelsaft, Sirup und Wasser. Somit konnten die Besucher nach einer überaus gelungenen Veranstaltung mit ausführlichen anschließenden Gesprächen und einem gesunden Imbiss gleich praktische Anregungen mit nach Hause nehmen.

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